Lux als Messwert für Beleuchtungen

   


Wieviel Lux zur Planung von Beleuchtungen?

Im gewerblichen Bereich ist für die Lösungsfindung zur Planung von Beleuchtungsstärken eine Arbeitsstättenverordnung vorgegeben. Diese Verordnung beinhaltet Normen zu Arbeitsplätzen die in verschiedene Arbeitsaufgaben und Arbeitsbereichen unterteilt wird. Arbeitgebern sowie Lichtplanern werden durch diese Verordnung die Lux-Werte vorgegeben, um bei der Planung einen Maßstab zu haben und eine optimale sowie arbeitseffiziente Ausleuchtung zu gewährleisten. Tätigkeiten die dort ausgeübt werden sollen die Augen möglichst wenig belasten.

   

Im privaten Bereich ist die Lösungsfindung allerdings nicht so einfach. Es werden im privaten Bereich keine Verordnungen oder Richtlinien vorgegeben, da es am persönlichen Geschmack liegt wie man Räume ausleuchten möchte. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Küchenbeleuchtung. In der Küche möchte man in der Regel die Arbeitsplatte mit ausreichend Licht ausleuchten, um Verletzungen vorzubeugen und um eine optimale Sicht für das zubereiten oder schneiden von Lebensmitteln zu gewährleisten. Im Essbereich hingegen möchte man für eine gemütliche, einladende sowie warme und entspannte Atmosphäre für Familie und Gäste sorgen. Dabei wird bei der Farbtemperatur oftmals ein warmweißes Licht bevorzugt, um Ambiente und Beharrlichkeit zu schaffen. Im Wohnzimmer wird in den meisten Fällen ähnlich wie im Essbereich Wert auf entspannte Atmosphäre gelegt. Aber gerade bei modernen und minimalistischen Designs wird oft eine neutrale oder kalte Farbtemperatur bevorzugt, um eine Reinheit bzw. Frische darzustellen. In Badezimmern wird ebenso eine neutralweiße bis tageslichtweiße Beleuchtung gewünscht, um auch dort Reinheit bzw. Frische auszustrahlen und eine optimale Beleuchtung für Kosmetik sowie dem morgendlichen Blick in den Spiegel zu gewährleisten.

Mehr zum Thema Farbtemperaturen finden Sie in unserem Infobereich Farbtemperatur - Kelvin.


Wahrnehmung der Beleuchtungsstärken

Beleuchtungsstärken können tatsächlich unterschiedlich wahrgenommen werden. Unsere Augen und unser Gehirn gleichen Lichtstärken aus, um in jeder Situation die für uns bestmöglichen Sichtverhältnisse zu simulieren bzw. zu schaffen. Bei viel Lichteinstrahlung regelt die Pupille des Auges den Lichteinfall auf ein optimales Minimum und bei wenig dementsprechend auf ein optimales Maximum (Die Pupille verkleinert sich und weitet sich). Das Gehirn leistet den Rest, um die ankommenden Informationen zu bewerten. So gewöhnen wir uns schnell an Dunkelheit und verlieren bei geringerem Licht nicht die Orientierung – ebenso wie bei gleißendem Sonnenlicht, welches wir auch ausgleichen können.

     


Beeinträchtigte Wahrnehmung

Jüngere Personen benötigen erfahrungsgemäß geringere Lichtstärken als ältere oder sehbehinderte Personen. Dies hat unmittelbare Auswirkungen auf die Lichtplanung.


Beleuchtungsstärken und allgemeine Maßstäbe

In unserem Umfeld können wir Beleuchtungsstärken einschätzen durch Verordnungen und Richtlinien haben wir Maßstäbe, damit wir mit Ihnen Arbeiten und die Lux-Messwerte im groben Maße einordnen können. Wir werden im nachfolgenden Teil der Informationen einige Anhaltspunkte auflisten an denen Sie erkennen können welche Lichtstärken auf uns wirken. (ca. Werte | lx = Lux)

 

Im nächtlichen Mondschein sind die Lichtstärken äußerst gering und werden vom Auge und Gehirn ausgeglichen. – ca. 2 lx

Auf Straßen und öffentlichen Plätzen. – ca. 11 lx
Eine Stehleuchte die Decken beleuchten und für eine indirekte Beleuchtung sorgt. – ca. 19 lx
Kleiderschrank der durch indirektes oder leicht einfallendes Licht der Deckenleuchten beleuchtet wird. – ca. 22 lx
Schlafzimmer mit gemütlicher Beleuchtung ohne hoher Beleuchtungsstärke. – ca. 45 lx
Gästetoilette mit ausreichender Beleuchtung für herkömmliche Nutzung. – ca. 59 lx
Badezimmer für die tägliche Nutzung beleuchtet. Spiegel sollten auf jeden Fall gesondert beleuchtet werden. – ca. 65 lx
Wohnzimmerbeleuchtung ist sehr Situationsbedingt und variabel, durch verschiedene Beleuchtungen wie Stehleuchten und Leselampen. – ca. 77 lx

Waschräume die der Reinigung dienen. – ca. 110 lx

Lagerräume sind Funktionsräume und sollten gleichmäßig im Regal mit 100 – 150 lx beleuchtet werden. – ca. 120 lx
Tankstellen haben ebenso Normen was die Beleuchtung anbelangt. Diese werden überwiegend übertroffen – ca. 155 lx
Flure und Gänge in öffentlichen Gebäuden werden ebenfalls nach Angaben von Verordnungen beleuchtet. – ca. 207 lx
Büroräume sollten auf der Nutzungsebene (Schreibtisch) nach Arbeitsstättenverordnung mit 500 lx ausgeleuchtet werden. Oftmals wird durch Schreibtischleuchten die Beleuchtungsstärke eingehalten. – ca. 500 lx
Sporthallen werden meist in Kategorien eingeteilt um eine normgerechte Beleuchtung zu erreichen. – ca. 720 lx
Sonnentage mit einer leicht bewölkten Wetterlage erreichen im Vergleich zu Raumausleuchtungen eine hohe Beleuchtungsstärke. Diese Beleuchtungsstärke wird durch unser Auge und Gehirn ausgeglichen. – ca. 25.730 lx